Albrecht Schönbucher – mein Läuferleben

Kurz zu meiner Person

• Geboren im August 1958 in Müllheim im Markgräflerland
• Aufgewachsen im Winzerdorf Britzingen
• Schulzeit und Zivildienst in Müllheim, seit dem Studium wohnhaft in Freiburg
• Glücklich verheiratet, zwei erwachsene Kinder
• 32 Jahre begeistert in der offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig, zuletzt als Geschäftsführer der JuAr Basel
• Viele Hobbys– dazu gehört auch die Freude an einem guten Glas Wein – und gute Freunde
• Seit April 2025 im Ruhestand


Wie alles begann
Das Sportliche schien mir nicht in die Wiege gelegt. So mutmaßten zumindest meine Sportlehrer, deren Begeisterung an Geräteturnen, Handball oder Fußball mir eher fremd war. Dass auch Ausdauersport „zählt“, wurde mir erst nach der Schulzeit bewusst.
Viel früher begann dagegen meine Liebe zu den Bergen. Mein bergbegeisterter Vater nahm mich schon als Kind auf zahlreiche alpine Touren mit. Mit 9 Jahren ging es auf den ersten Viertausender, mit 15 stand ich bereits auf dem Gran Paradiso und mehreren Viertausendern des Monte-Rosa-Massivs, später auch auf dem Mont Blanc. Genau diese Gipfel werde ich beim Tor hoffentlich noch einmal aus nächster Nähe erleben.


Vom Marathon zum Ultratrail
Mit symbolträchtigen 42 Jahren lief ich in Hamburg meinen ersten Marathon – nach über einem Jahr intensiver Vorbereitung. Aus diesem ersten Lauf wurde eine Leidenschaft, die mich bis heute antreibt. Danach plätscherte meine „Marathonkarriere“ allerdings zwischen intensivem Management-Leben und Familie so vor sich hin. Immerhin verging seit 2001 bis heute kein Jahr ohne zumindest einen Marathon. Zu meinem 25-jährigen Marathonjubiläum kehrte ich 2026 noch einmal nach Hamburg zurück – und lief mit unter 3:30 Stunden sogar schneller als bei meinem Debüt.
Den entscheidenden Wendepunkt markierte jedoch der 27. Juli 2013. Nach dem legendären Swiss Alpine über 78 km in Davos lernte ich im Ziel Christof Lindenbeck kennen. Er begeisterte mich später für die Idee, mit dem Laufen Spendengelder für die Mon-Devoir-Schule in Togo zu sammeln. Aus dieser Begegnung entstand eine Freundschaft – und eine Aufgabe, die mein Läuferleben bis heute prägt.


Immer längere Wege
Mit den Jahren wurden die Distanzen länger, die Berge höher und ich entdeckte meine Freude an den Ultratrails durch oft extremes Gelände. 2016 absolvierte ich erstmals den Eiger Ultra Trail über 101 Kilometer und 6.700 Höhenmeter – damals für mich eine kaum vorstellbare Herausforderung. Vier weitere erfolgreiche Teilnahmen folgten.
Inzwischen faszinieren mich besonders die langen Rennen. Dreimal gewann ich meine Altersklasse beim Berliner Mauerweglauf über 100 Meilen (161 Kilometer), absolvierte mehrfach die 100 Kilometer von Biel, den Grand Trail Courmayeur (107 Kilometer, 7.000 Höhenmeter), den 24-Stunden-Lauf Basel (171 Kilometer) und zuletzt die 100 Meilen in den Vogesen mit satten 5.000 Höhenmetern – ein wichtiger Härtetest auf dem Weg zum  Tor des Géants.

In der Altersklasse bin ich inzwischen zumeist vorne mit dabei. Hier ein Link zu einigen langen Rennen:
https://statistik.d-u-v.org/getresultperson.php?runner=144613
Bis heute habe ich 173 Marathons und Ultramarathons erfolgreich beendet. Weitere zwei bis drei werden vor dem Tor noch folgen! Nur ein einziges Mal musste ich ein Rennen abbrechen – nach 88 Kilometern an der Zugspitze wegen massiver Magen-Darm-Probleme. Diese Erfahrung und viele gelungene Läufe geben mir Zuversicht für die wohl größte Herausforderung meines sportlichen Lebens.
Am Ende geht es für mich aber nicht nur um Zeiten, Platzierungen oder Kilometer. Das Laufen hat mir unzählige Begegnungen, Freundschaften und Erlebnisse geschenkt. Mit dem Tor des Géants möchte ich all das noch einmal mit einem guten Zweck verbinden – und möglichst viele Menschen dafür begeistern, die Mon-Devoir-Schule in Togo zu unterstützen.